Grafiken

Die folgenden Grafiken illustrieren ausgewählte Daten zu Tarifbindung, Arbeitskämpfen, Tarifentwicklung, Mindestlöhnen u. a. m. Die Grafiken selbst und die dazugehörigen Daten können Sie herunterladen.

Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

Tarifbindung

Wer Mitglied einer Gewerkschaft ist, hat eine deutlich höhere Chance auf einen Tarifvertrag als Beschäftigte, die kein Gewerkschaftsmitglied sind. Fast vier von fünf Gewerkschaftsmitglieder genießen Tarifschutz.

Grafik und Daten zum Download: https://www.datawrapper.de/_/Ge5Ve/

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Rechtlichen Anspruch auf tarifliche Regelungen haben nur die Mitglieder der vertragsschließenden Gewerkschaft. Die „Trittbrettfahrer“ sparen sich den Gewerkschaftsbeitrag und profitieren vielfach vom Engagement der gewerkschaftlich organisierten Kolleg:innen.

Grafik und Daten zum Download: https://www.datawrapper.de/_/4HHTP/

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Tarifbindung zahlt sich aus: die mittleren Stundenverdienste von Vollzeitbeschäftigten mit Tarifvertrag liegen bis zu einem Drittel über denen ohne Tarifvertrag.

Grafik und Daten zum Download: https://www.datawrapper.de/_/favMg/

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Stärkung von Tarifschutz und betrieblicher Mitbestimmung nötig: Nur noch weniger als 30 % der Beschäftigten haben einen Tarifvertrag und einen Betriebsrat.
Grafik und Daten zum Download: https://www.datawrapper.de/_/Z8jxY/

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Die Tarifbindung nach Bundesländern zeigt große Unterschiede und sie nimmt ab. Das zeigen neue Daten der Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/ldsrJ/

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Tarifbindung im Einzelhandel: Hier ist seit 20 Jahren ein drastischer Rückgang zu beobachten. Die übergroße Mehrheit der Betriebe und Beschäftigten ist nicht mehr tarifgebunden. Eine Konsequenz des Wegfalls der Allgemeinverbindlicherklärung der Tarifverträge in dieser Branche.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/X0mbT/

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Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/u92L7/

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Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/fywDR/

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Die Tariflandschaft wird grauer. Das zeigt ein Blick auf die langfristige Entwicklung der Tarifbindung. Der Anteil der Beschäftigten ohne Tarifbindung (graue Fläche) ist von 25 % im Jahr 1996 auf 48 % im Jahr 2021 gestiegen.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/9Vuyg/

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Die Unterschiede der Tarifbindung zwischen den Branchen ist enorm. Für das Jahr 2020 reicht die Spannweite von 11 % für den Bereich Information und Kommunikation bis zu 98 % für die öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/MFtRu/

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Die Tarifbindung von Betrieben und Beschäftigten hat in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten kontiniuerlich abgenommen. Die Tarifbindung liegt in Ostdeutschland erheblich niedriger.

Download von Grafik und Daten bei Datawrapper.

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Die Tarifbindung verblasst und fällt nach Bundesländern sehr unterschiedlich aus. Die aktuellen Werte (2019) reichen von 43 Prozent in Sachsen bis zu 58 Prozent in Hessen. Im Vergleich dazu die Daten aus dem Jahr 2002. Bitte den < > Schieberegler bewegen…

Download der Grafiken und Daten hier:
2002: https://www.datawrapper.de/_/s7367/
2019: https://www.datawrapper.de/_/fmLzq/

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Beschäftigte ohne Tarifbindung arbeiten deutlich länger und verdienen zum Teil erheblich weniger als Beschäftigte mit Tarifbindung. Die Differenz fällt je nach Bundesland unterschiedlich aus. Interessante Studie des WSI mit Daten des IAB-Betriebspanels.

Download von Grafik und Daten hier.

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Branchentarifvertrag und Betriebsrat – dieses klassische Modell der deutschen Arbeitsbeziehungen gilt nur noch für eine Minderheit der Beschäftigten. In Westdeutschland gilt es für ein Viertel (24 %) der Beschäftigten, in Ostdeutschland nur noch für jede:n 7. Beschäftigte:n (14 %).

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/McIkH/

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Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

Allgemeinverbindlichkeit

Allgemeinverbindliche Tarifverträge – niedriges Niveau und wenig Bewegung: Gemessen an knapp 18.000 gültigen Verbandstarifverträgen ist die Zahl von 211 allgemeinverbindlichen Tarifverträgen verschwindend gering. Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/4pvX6/

Die Zahl der Anträge auf Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen hat sich seit 2014 halbiert. 2021 wurden nur noch 24 gestellt. Die größte Bedeutung hat nach wie vor die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) nach § 5 Tarifvertragsgesetz. Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/Pjczq/

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2014 trat das Tarifautonomiestärkungsgesetz in Kraft. Es sollte u.a. die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von Tarifverträgen erleichtern. Das hat nicht funktioniert, die Zahl der Anträge ist seitdem deutlich zurückgegangen. Eine durchgreifende Erleichterung der AVE tut not. Die neue Bundesregierung ist gefordert.

Grafik und Download der Daten: https://www.datawrapper.de/_/Oajv0/

Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

Lohn- und Tarifentwicklung

20.07.2022 – Der Anteil der gemeinsamen Entgelttarifverträge für alle Beschäftigtengruppen ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark angestiegen. Das jüngste Beispiel ist der Bundesentgeltrahmentarifvertrag für die Papierindustrie. Download Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/K9xNA/

20.07.2022 – Getrennte Tarifverträge für Arbeiter:innen (Lohn) und Angestellte (Gehalt) gelten nur noch für knapp 40 % der Beschäftigten. Im Dienstleistungsbereich mit Ausnahme des Handels, aber zunehmend auch in der Industrie gelten vorwiegend gemeinsame Entgelttarifverträge für alle Beschäftigten. Download Grafik und Daten:https://www.datawrapper.de/_/6ozZR/

19.07.2022 – In einigen wenigen Ausbildungsberufen und -jahren liegen die durchschnittlichen tariflichen monatlichen Ausbildungsvergütungen so niedrig, dass sie die gesetzlichen Mindestvergütungen unterschreiten. Hier eine Übersicht auf Basis der Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Download Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/nVFXW/

Die Geschäftsberichte der Großunternehmen bieten Anschauungsmaterial für die enormen Verdienstunterschiede zwischen Vorstand und Normalbeschäftigten. Bei der BMW AG betrug die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden und der übrigen Vorstandsmitglieder das 88-fache bzw. 44-fache des durchschnittlichen Verdienstes der BMW-Beschäftigten.
Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/ngECI/

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Die Vergütung von Vorstandsmitgliedern gibt immer wieder Anlass zum Wundern und Staunen. Jüngstes Beispiel ist der Geschäftsbericht 2021 der Deutschen Bank. Ihm ist zu entnehmen, dass der Vorstandsvorsitzende und die übrigen Vorstandsmitglieder das 133-fache bzw. 97-fache von dem verdienten, was in der obersten Tarifgruppe des Bankgewerbes gezahlt wird.
Download Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/ZK8Xt/

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EZB-Regel: Die Empfehlung vieler Ökonom:innen für die tarifliche Entgeltpolitik lautet: Orientierung an der Zielinflationsrate der EZB (1,9%) + Trendproduktivität. Nach Jahren eines großen Rückstands (2000 – 2008) folgte die gesamtwirtschaftliche Tarifentwicklung im Großen und Ganzen dieser Regel – mit Ausnahme der Corona-Jahre 2020 und 2021.

Die Tarifentwicklung blieb in den 2000er Jahren deutlich hinter der EZB-Regel zurück. Die Lücke ist bis heute nicht geschlossen. Sie hat sich 2021 und 2022 wieder vergrößert.

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Die Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmer:innen sind im vergangenen Jahrzehnt deutlich gestiegen. Die Ostländer haben in diesen Jahren erkennbar aufgeholt, aber es bleibt immer noch ein starkes Verdienstgefälle zwischen den Bundesländern. Bitte den < Schieberegler > bestätigen

Download der Grafiken und Daten hier:
2010: https://www.datawrapper.de/_/qc11j/
2020: https://www.datawrapper.de/_/sc0l6/

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Die Lohnquote, das heißt der Anteil der Bruttolöhne und -gehälter am gesamten Volkseinkommen, ist 2021 von 73,1 auf 70,7 % zurückgegangen. Ursache ist ein im Vergleich zur Lohnentwicklung sehr starker Anstieg der Gewinn- und Vermögenseinkommen im vergangenen Jahr. Damit wurde der coronabedingte „Ausreißer“ des Jahres 2020 wieder rückgängig gemacht. Dennoch bleibt mit Blick auf die vergangenen 15 Jahre eine leichte Erholung. Der starke Rückgang in der ersten Hälfte der 2000er Jahre ist noch nicht wieder ausgeglichen.

Download von Grafik und Daten hier: https://www.datawrapper.de/_/UGt4p/

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Die Tarifentwicklung im Groß- und Außenhandel folgt, allerdings mit Abstand, weitgehend der gesamtwirtschaftlichen Tarifentwicklung. Der Einzelhandel bleibt deutlich dahinter zurück. In der aktuellen Tarifrunde 2021 fordert ver.di ein Plus 4,5 % und zusätzlich 45 €/Monat.

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Die Tarifentwicklung im Kfz-Gewerbe verlief seit 2000 weitgehend im Trend der Gesamtwirtschaft, in den vergangenen beiden Jahren lag das Tarifplus etwas über dem Durchschnitt. Real (nach Abzug der Preisentwicklung) sind die Tarifverdienste im Kfz-Gewerbe in den vergangenen 20 Jahre um 30 Prozent gestiegen. Infos zur aktuellen Tarifrunde 2021 hier bei der IG Metall.

Download von Grafik und Daten hier: https://www.datawrapper.de/_/eG1qZ/

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Die tarifliche Entgeltentwicklung von 2000 – 2020 verzeichnet ein Plus von gut 60 Prozent. Im selben Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um rund 32 Prozent und der neutrale Verteilungsspielraum (Preise+Produktivität) um gut 50 Prozent. Die Tarifsteigerung fiel jedoch je nach Branche sehr unterschiedlich aus, etwa von rund 35 Prozent in der Druckindustrie bis zu gut 69 Prozent in der Metallindustrie.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/zhKbM/

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Gemessen am neutralen Verteilungsspielraum (Preise+Produktivität) sind die Tarifentgelte in den vergangenen Jahren im Schnitt stärker gestiegen. Ab 2000 bis Mitte der 2010er Jahre schöpfte die Tarifentwicklung hingegen den Verteilungsspielraum zumeist nicht aus.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/g3MPu/

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Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

Mindestlöhne

07.06.2022 – Stand der Branchenmindestlöhne im Juni 2022: Die Branchenmindestlöhne im Baugewerbe und im Maler- und Lackiererhandwerk sind kürzlich ausgelaufen. Hier gilt nur noch der allgemeine gesetzliche Mindestlohn. In vier Branchen liegt der Mindestlohn zurzeit noch unter 12 Euro. Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/iASx5/

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Mindestlöhne in der Beruflichen Weiterbildung: Ver.di hat sich mit den Arbeitgebern auf eine deutliche Steigerung der tariflichen Mindestlöhne in vier Stufen ab 2023 geeinigt. Ein Plus von knapp 18 % bis 2026. Eine Allgemeinverbindlichkeit soll beantragt werden. Eine Erklärungsfrist läuft noch. Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/vljvW/

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Baumindestlöhne sind nach 25 Jahren ausgelaufen: 1997 wurde erstmals ein branchenspezifischer Mindestlohn im Baugewerbe eingeführt. Jetzt haben sich die Bauarbeitgeber einem Schlichtungsspruch verweigert. Es gilt nur noch der gesetzliche Mindestlohn. Aus Sicht der IG BAU ist das unverantwortlich.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/Ikbjq/

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Wer profitiert von 12 Euro Mindestlohn ab Oktober 2022: 6,2 Millionen Beschäftigte sind vom Mindestlohn in Höhe von 12 Euro ab Oktober 2022 betroffen. Das entspricht 16,4 % aller Beschäftigten. Besonders begünstigt Beschäftigte in Ostdeutschland, Frauen, geringfügig Beschäftigte und Beschäftigte im Gastgewerbe. Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes für den DGB.

Download der kompletten Grafik und der Daten: https://www.datawrapper.de/_/UK0R4/

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Am 5. Februar 2022 hat sich die Pflegekommission einstimmig auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege geeinigt. Sie treten in drei Stufen in Kraft, beginnend ab September 2022. Dazu die Stellungnahme von Ver.di.

Download von Grafik und Dasten hier: https://www.datawrapper.de/_/1K5By/

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Download von Grafik und Dasten hier: https://www.datawrapper.de/_/1K5By/

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Die Mindestlöhne im Bereich der Pflege bleiben trotz der kräftigen Steigerungen hinter den regional üblichen Entgelten zurück. Dies zeigt die folgende Grafik mit den Beträgen für Beschäftigte ohne mindestens einjährige Ausbildung.

Download von Grafik und Daten hier: https://www.datawrapper.de/_/1K5By/

Dasselbe gilt auch für den Mindestlohn und die regional üblichen Entgelte für Pflegekräfte mit mindestens dreijähriger Ausbildung.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/PM6yT/

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Ver.di fordert die Weiterentwicklung des tariflichen Mindestlohns in der beruflichen Weiterbildung: +7,5 % für 2023 und weitere 7,5 % für 2024. MiLo 1 und 2 sollen zusammengeführt werden. Weitere Infos hier.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/voxgz/

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Das Bundesarbeitsministerium hat Anfang 2022 einen Referentenentwurf für ein Mindestlohnerhöhungsgesetz (MiLoEG) vorgelegt. Danach soll der gesetzliche Mindestlohn ab dem 1.10.2022 12 Euro betragen.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/CAo8h/

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Anfang 2022 reicht die Spannweite der Mindestlöhne von 9,82 Euro beim gesetzlichen Mindestlohn bis zu 17,70 Euro in der beruflichen Weiterbildung. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg zwischen knapp 2 % und gut 5 % zu verzeichnen. In manchen Branchen stagnierte der Mindestlohn im vergangenen Jahr.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/yUU72/

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Die geplante Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro stößt auf breite Zustimmung – viele wünschen auch 13 Euro und mehr. Das ergibt eine Umfrage von YouGov Ende 2021.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/51hg6/

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Tarifliche Branchenmindestlöhne werden von den Tarifvertragsparteien ausgehandelt und dann für allgemeinverbindlich erklärt. Mittlerweile liegen die meisten über 12 Euro je Stunde. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn liegt zurzeit bei 9,60 Euro

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/1C5Yu/

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Tariflöhne steigen deutlich schneller als der gesetzliche Mindestlohn. Das zeigt die Entwicklung beider Größen seit der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015.

Download von Grafik und Daten hier: https://www.datawrapper.de/_/t3y3l/

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Mindestlohn steigt zum 1. Juli 2021 – wie geht es weiter? Der nächste Trippelschritt bei der Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns ist getan. Ab dem 1. Juli 2021 beträgt er 9,60 €. Wann das Ziel von mindestens 12 Euro erreicht wird, ist nach wie vor unklar.

Grafik und Daten zum Download: https://www.datawrapper.de/_/H0HhF/

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Fleischindustrie und Gebäudereinigung: in beiden Branchen haben die Gewerkschaften neue Branchenmindestlöhne durchgesetzt. Deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn, aber bis zum Zielwert von 12 Euro und darüber hinaus dauert es noch.

Grafik und Daten zum Download: https://www.datawrapper.de/_/Q9zK1/

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Tarifliche Branchenmindestlöhne werden von den Tarifvertragsparteien ausgehandelt und dann für allgemeinverbindlich erklärt. Mittlerweile liegen die meisten über 12 Euro je Stunde. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn liegt zurzeit bei 9,50 Euro.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/1C5Yu/

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Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

Arbeitszeit

22.07.2022 – Die tarifliche Wochen- und Jahresarbeitszeit weist nach wie vor große Unterschiede nach Branchen auf. Die Wochenarbeitszeit variiert zwischen 35 und 40 Stunden, die Jahresarbeitszeit (unter Berücksichtigung von Tarifurlaub und freien Tagen) bewegt sich zwischen 1.534 und 1.794 Stunden. Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/eHtON/

22.07.2022 – Arbeitszeit-Gap West/Ost: In einer Reihe von Wirtschaftszweigen und Tarifbereichen ist die tarifliche Wochenarbeitszeit in West- und Ostdeutschland mittlerweile angeglichen. Die Grafik zeigt aber, dass in vielen Branchen in Ostdeutschland die tarifliche Wochenarbeitszeit immer noch deutlich länger ausfällt. Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/VotMh/

2021 hatte die IG Metall in Ostdeutschland tarifliche Rahmenregelungen für die schrittweise Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden in den Betrieben und Unternehmen vereinbart. Inzwischen gelten sie für über zwei Drittel der in verbandsgebundenen Betrieben beschäftigten IG Metall-Mitglieder.
Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/fLlrB/

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§ 5 des Arbeitszeitgesetzes schreibt vor, dass die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitseinsätzen mindestens 11 Stunden betragen muss. 18 % der Beschäftigten haben regelmäßig verkürzte Ruhezeiten, im Gesundheitsbereich sogar jede:r dritte. Das ergibt eine neue Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).

Grafik und Daten zum Download: https://www.datawrapper.de/_/x46sy/

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Die Angleichung Ost in der Metallindustrie gestaltet sich sehr mühselig. Seit 30 Jahren liegt die tarifliche Wochenarbeitszeit Ost mit 38 Stunden drei Stunden über dem West-Standard.

Download von Grafik und Daten https://www.datawrapper.de/_/a8u7r/

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Die tarifliche Wochenarbeitszeit insgesamt wurde von 1985-1995 in Westdeutschland um 2 Stunden verkürzt und hat sich seitdem praktisch nicht verändert. In Ostdeutschland ist sie aktuell um 1 Stunde länger.

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Tarifliche Urlaubsdauer: Von Mitte der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre ist ein steiler Anstieg zu beobachten. Immer noch gibt es einen kleinen Unterschied zwischen Ost und West.

Download von Grafik und Daten und Infos zum Stahlstreik 1978/79: https://www.datawrapper.de/_/39nrs/

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Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

Urlaubs- und Weihnachtsgeld

In Deutschland erhalten etwas weniger als die Hälfte (46 Prozent) aller Beschäftigten in der Privatwirtschaft Urlaubsgeld. Beschäftigte mit Tarifvertrag haben mit einem Anteil von 74 Prozent einen klaren Vorteil. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Online-Befragung des Internet-Portals Lohnspiegel.de, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/29IA6/

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Viele Tarifverträge sehen eine Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld“) vor, die in der Regel im November ausgezahlt wird. Allerdings bestehen große Unterschiede zwischen den Branchen und oft auch noch zwischen West und Ost. Das zeigt die nachfolgende Grafik mit ausgewählten Daten.

Grafik und Daten zum Download unter: https://www.datawrapper.de/_/r2ev0/

Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

Arbeitskämpfe

Streikbilanz 2020 des WSI-Tarifarchiv: Streiks unter den Bedingungen der Corona-Pandemie: Mit rund 342.000 ausgefallenen Arbeitstagen lag das Arbeitskampfvolumen nur knapp unter dem Niveau von 2019. Die Anzahl der an Arbeitskämpfen beteiligten Arbeitnehmer:innen lag mit 276.000 sogar leicht oberhalb des Vorjahres. Weitere Details hier.

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Ausgewählte Tarifbewegungen, Arbeitskämpfe und Tarifverträge seit 1949 finden sich auf der nachstehenden Übersicht. Nach einem Klick auf den Link können Sie weitere Informationen zu den einzelnen Stationen aufrufen: https://www.datawrapper.de/_/mtzEa/

Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

Gewerkschaften

Wie weiblich sind die Gewerkschaften? Ein Drittel der Mitglieder der DGB-Gewerkschaften sind Frauen. Die Unterschiede zwischen den Gewerkschaften sind groß. Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/95jXR/

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Schwierige Zeiten: DGB-Gewerkschaften verlieren 2 Prozent ihrer Mitglieder – Entwicklung der Mitgliederzahlen 2020 und 2021. Starke Vwerluste bei der IG BAU, Gewinne bei EVG und GdP.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/xIFeY/

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Mitgliederentwicklung der DGB-Gewerkschaften 2010-2021: Der problematische Trend hält an. Lediglich die GEW liegt im grünen Bereich.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/I6Map/

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Die Mitgliederzahlen der DGB-Gewerkschaften sind immer noch rückläufig – aber es gibt zumindest eine Ausnahme.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/LUfb5/

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Tarifbindung Allgemeinverbindlichkeit Lohn- und Tarifentwicklung Mindestlöhne Arbeitszeit Urlaubs- und Weihnachtsgeld Arbeitskämpfe Gewerkschaften BMA-Tarifregister

BMA-Tarifregister

Das BMA-Tarifregister veröffentlicht jährlich eine Übersicht über den Bestand und die neu registrierten Tarifverträge. Hier ein Überblick über die Entwicklung der Gesamtzahl der gültigen Tarifverträge seit 1990.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/mKHaB/

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Mehrere tausend Tarifverträge werden jährlich neu abgeschlossen. Zuletzt deutlich über 1000 Vergütungs- und knapp 400 Manteltarifverträge.

Download von Grafik und Daten: https://www.datawrapper.de/_/mKHaB/

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Für die Reichweite der Tarifbindung von größter Bedeutung sind die Verbandstarifverträge (auch: Flächentarifverträge). Hier ein Überblick über den Bestand seit 1990.

Download von Grafik und Daten hier: https://www.datawrapper.de/_/dVmha/

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Die Zahl der jährlich neu abgeschlossenen Verbandstarifverträge ist seit 1990 zunächst deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2020 waren es 441 neue Vergütungs- und 83 neue Manteltarifverträge.

Download von Grafik und Daten hier: https://www.datawrapper.de/_/Vy2MW/

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Die Zahl der gültigen Firmentarifverträge ist seit 1990 ebenfalls kräftig gestiegen. Die Reichweite ist allerdings begrenzt.

Download von Grafik und Daten hier: https://www.datawrapper.de/_/WfNLO/

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Die jährlich neu abgeschlossenen Firmentarifverträge war in den vergangenen Jahren im Wesentlichen stabil, seit 2018 ist bei den Vergütungstarifverträgen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

Download von Grafik und Daten hier: https://www.datawrapper.de/_/UG4oY/